Gesundheit

Resilienz – wieso man lernen kann an Krisen zu wachsen

Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter, so sagte man früher. Heute würde man sagen: du bist resilient.

Wir kennen sie alle, diese Leute, welche die Gabe haben, selbst in den verwegensten Situationen das Positive zu sehen. Menschen, denen selbst in der schlimmsten Krise der Lebensmut nicht verloren geht und die sehen, dass nach jedem Schatten Licht kommt.

Diese Menschen bezeichnet man als resilient.

Aber was genau ist Resilienz überhaupt? “Hat” man Resilienz einfach? Kann man es lernen? Oder ist es wie Ohren wackeln genetisch bedingt?

Die gute Nachricht: Resilienz ist erlernbar.
Die weniger Gute: Es gibt Leute, denen es leicht fällt diese Technik anzuwenden – und eben andere, denen es nicht so leicht von der Hand geht.

Was zeichnet Resilienz aus?

Personen werden als resilient bezeichnet, wenn sie es schaffen aus Krisensituation herauszufinden ohne einen (gesundheitlichen / physischen / psychischen) Schaden davon zu tragen.
Heißt: die Personen sind in der Lage flexibel, kreativ und positiv auf Krisen zu reagieren und eine Lösung für das dargebotene Problem zu finden.

Lebenskrisen, Schicksalsschläge und widrige Lebensumständen bieten diesen Personen kein Einhalt und sie schaffen es gestärkt aus diesen Situationen heraus zu gehen.

Solche Krisen können sein: Verlust des Jobs, das Beenden einer Freundschaft, der Tot eines nahe stehenden Menschen, ein Konflikt am Arbeitsplatz, Krankheit etc.

Während sich Personen ohne diese Fähigkeit hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie auf negative Momente reagieren sollen, haben resiliente Menschen die Fähigkeit durch eigene Kraft weiter zu kommen.
Gemeinhin schaffen diese Personen es auch aus diesen Krisen schneller – und vermeintlich – “einfacher” herauszufinden.

Zusammenfassend schreibt Wikipedia:

Resilienz (von lateinisch resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Sind resiliente Personen Superhelden?

Die Antwort ist einfach: Nein. Resiliente Personen sind keine Superhelden. Sie unterscheiden sich lediglich in der Einstellung zum Leben von Personen, die keine hohe Resilienz aufweisen.

Auch resiliente Menschen machen in Momenten von Schicksalsschlägen eine Phase der Verzweiflung und der negativen Gefühle durch.

Doch besinnen sie sich nach einem Moment der Schwäche wieder auf ihre Stärken und finden Wege und Möglichkeiten diese Lebensphasen zu überwinden und zu verbessern.
In diesem Moment erkennt man die Menschen, die eine positive Grundeinstellung zum Leben haben; sie erkennen, dass das Leben heute schlecht ist, aber es wird wieder besser / gut.

Ganz im Gegensatz zu denen, den Resilienz schwer fällt, weil sie sich in einer negativen Situation gefangen fühlen und nicht von alleine wieder herausfinden.
Häufig finden sich diese Menschen in einer Opferrolle, die es ihnen nicht ermöglicht wieder aus dem Hamsterrad der negativen Gefühle herauszukommen.

Resilienz wird hingegen von positiv gestimmten Personen als Entwicklung verstanden, aus der man gestärkt hervor gehen, oder aus der man einen Lernprozess erkennt.
Schwierige Situationen werden angenommen, betrachtet und es wird eine Lösung dafür gesucht; man harrt nicht aus und verliert sich in er Negativität.

Beispiele hierfür:

  • Ich bin gerade arbeitslos, werde aber wieder einen Job finden.
  • Ich habe mich getrennt, werde aber sicher wieder glücklich.
  • Trotz des Tod eines nahen Angehörigen werde ich wieder lachen können.
  • Der Konflikt in meinem Job wird sich auflösen.
  • Wenn diese stressige Phase vorbei ist, werde ich mich ausruhen können.

Grob zusammen gefasst: Leute, die resilient sind, haben die Gabe das Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

Was bringt es mir, wenn ich resilient bin?

Resilienz wird auch als Immunsystem der Seele bezeichnet – und das ist (wie auch mit dem “echten” Immunsystem) bei einigen stärker und bei anderen schwächer.

Wenn das seelische Immunsystem gut funktioniert, unterstützt es durchaus auch die physische (und nicht nur die psychische!) Gesundheit – denn wenn wir die Fähigkeit besitzen den Blick aus stressigen Situationen auf das positive zu richten – Bald ist diese Situation beendet und ich kann mich entspannen – erkranken wir weniger häufiger an stressbedingten Krankheiten (Burn Out zum Beispiel).

Kann ich Resilienz lernen?

Jeder kann Resilienz lernen – allerdings ist der Weg dort hin nicht einfach, denn die innere Einstellung und die Grundhaltung zum Leben werden hier kritisch hinterfragt und müssen geändert werden.

Wie genau man Resilienz fördern kann, möchte ich euch gerne nächste Woche erklären.
Wer also interessiert ist, kann gerne am kommenden Freitag ab 7 Uhr wieder im Magazin vorbeischauen.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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