Mindset Zeitmanagement

Die 8 größten Zeitfresser

Jeder, der heute durch diesen Artikel scrollt, dem verspreche ich: ihr findet euch hier wieder.
Jeder von uns kennt sie, die 10 größten Zeitfresser, die uns wertvolle Minuten des Tages klauen und die uns dann auf einmal in Stress ausbrechen lassen.

Sie zu vermeiden ist nicht so einfach, wie dem schwachen Geiste nachzugeben, aber mit ein bisschen Disziplin geht auch das. Vielleicht nicht jeden Tag, aber vielleicht wenigstens an den ganz besonders vollgepackten Tagen.

Die 8 größten Zeitfresser

1 – Push Benachrichtigungen

Ja, das Handy an sich ist schon ein großer Time-Consumer, aber viel schlimmer als die Tools darauf sind die Benachrichtigungen, die uns verleiten “mal eben schnell zu gucken”.
Dein Lieblingsinstagramer hat ein Bild gepostet? Sobald man die Nachricht sieht, hat man das Tool auch schon auf und scrollt sich – weil man eh schon online ist – durch den Feed.
Deine Freundin hat eine Sprachnachricht geschickt? Gucci schickt eine Werbemail?
Egal was es ist – wir alle nehmen unser Handy immerzu in die Hand und schauen, was darauf so passiert. Die Zeit fliegt uns aus den Händen, ohne das wir etwas produktives getan haben.

Was tun?

It is as simple as it is:
Schaltet die Benachrichtigungen aus. Mir schickt kein Social Media Tool irgendwelche Push-Nachrichten und bei Whatsapp habe ich einige Kanäle auf stumm geschaltet (vornehmlich Gruppen, in denen schnell mal mehrere Dutzend Nachrichten auflaufen, wenn man mal zwei Minuten nicht hinschaut). Emails sind ebenfalls auf stumm.
Seitdem nehme ich das Handy sehr viel seltener in die Hand als vorher.

2 – Multitasking

Dieser Punkt verdient noch einen eigenen Artikel – aber: stoppt Multitasking! Multitasking ist Mist. Der größte Mist.
Multitasking schafft nur eins: es frisst Zeit. Und das wollen wir nicht. Wenn man gedanklich hin und her springt, schafft man Dinge nicht schneller, sondern man ist langsamer.

Was tun?

Fokussiert euch auf eine Sache. Arbeitet eine Sache nach der anderen Sache ab – dann seid ihr schneller und effektiver, als wenn ihr es mit Multitasking versucht.

3 – Nicht NEIN sagen können

Wenn die To Do Liste voll ist und man nicht in der Lage ist NEIN zu sagen: dann wird die Zeit nicht entspannter, wenn man sich noch mehr Dinge aufhalst.
Eines der wichtigsten Dinge, die man im Leben beherrschen sollte, ist Nein sagen.

Was tun?

Lernt Grenzen zu setzen und auch diese zu verteidigen! Lernt NEIN zu sagen, wenn es nicht mehr geht.
Ihr tut weder euch – noch dem Fragenden – einen Gefallen, wenn ihr trotz eines vollen Kalenders einfach blind “Ja” sagt.

4 – Alles alleine machen

Ich sehe immer wieder in meinem Umfeld, dass gerade Frauen an dieser “Krankheit” leiden: nur sie selber können Dinge “richtig” machen. Frau beschwert sich, dass der Mann nie Windeln wechselt – wenn er es aber einmal tut, wird er zurecht gewiesen.
Ich würde konsequenterweise auch keine Windeln mehr wechseln, wenn mir jemand immer sagen würde, wie es “richtig” geht und den Besserwisser selber machen lassen.
So ist es in vielen Teilen des Lebens. Löst euch von dem Gedanken alles alleine machen zu müssen.

Was tun?

Lernt loszulassen. Andere Menschen machen Dinge anders, aber nicht zwingend falsch.
Lasst euch darauf ein, dass die Dinge dann vielleicht nicht gleich so sind, wie ihr es gewohnt seid – aber wenn ihr der Droge des “ich mache es lieber selber, weil ich es hinterher ja sowieso noch einmal machen muss” entsagt, geht es euch bald besser.
Außerdem hat dieser Punkt viel mit Wertschätzung dem Gegenüber über zu tun.

5 – Nicht ausruhen

Im ersten Moment klingt es kontraproduktiv sich auszuruhen, damit Zeitfresser eliminiert werden – aber es ist tatsächlich so:
Wenn wir müde, kaputt und ausgelaugt sind, sind wir anfänglicher für Fehler, wir sind langsamer und vergessen Dinge. So kommt es dazu, dass wir Dinge wiederholen müssen, oder korrigieren.

Was tun?

Nehmt euch Zeit für eine kleine Pause. Ein kurzes Nickerchen, ein Kaffee und ein kurzer Plausch mit der besten Freundin am Telefon – alles was entspannt und Energie tanken lässt, ist erlaubt.

6 – Perfektion anstreben

Perfektionisten haben es bei diese Punkt schwer, aber: lernt loszulassen! Perfektion ist überflüssig und nicht notwendig, verschwendet Zeit und macht Unproduktiv.
Es geht hier nicht darum Dinge “hinzuschludern” – natürlich soll man Dinge zu allgemeiner Zufriedenheit erledigen.

Was tun?

Versucht es einmal damit: Beendet einen Task, von dem ihr glaubt, dass er zwar gut, aber nicht perfekt ist. Beginnt mit dem nächsten Teil einer Aufgabe – und kommt später noch einmal zurück zu dem ersten Punkt. Ihr werdet sehen, dass ihr mit etwas Abstand betrachtet erkennen könnt, dass a) mehr Arbeit in die Aufgabe zu stecken nicht notwendig gewesen wäre, weil das gute Ergebnis vollkommen ausreicht, um weiter zu machen und b) das Gefühl des abgeschlossenen Tasks genauso befriedigend sein kann, wie das es “perfekt” abgeschlossen zu haben.

7 – Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

In manchen Fällen: doch. Es ist nicht hilfreich Dinge aufzuschieben. Klar, erst einmal schafft es vermeintlich Linderung im engen Zeitplan. Ein großer Task, den man heute nicht machen muss? Klasse!
Am Ende holt es uns aber dann doch ein.

Was tun?

Eine beliebte Methode des Zeitmanagements ist “Eat the Frog”, die grob umschrieben bedeutet: Nimm dir den dicksten Brocken des Tages zuerst vor und hau ihn weg!
Genau das funktioniert auch wunderbar – denn mit der gewonnenen Motivation fliegt man klasse weiter durch den Tag.
Darüber hinaus lohnt es sich Aufgaben, die weniger als 3 Minuten bedürfen, direkt anzugehen und sie sofort zu erledigen. Was erledigt ist, ist erledigt.

8 – Automatisiert Dinge

Hier spielt ein wenig auch Punkt 4 rein – alles alleine machen zu wollen. Wir packen alles an, erledigen es so schnell wie möglich und dann warten wir, bis der Task wieder aufpoppt und wir ihn wieder erledigen müssen.

Was tun?

Auch hier: it is as simple as it is! Versucht Sachen zu automatisieren. Das mag bei so simplen Dingen anfangen wie einem Staubsauger-Roboter, der täglich das Wohnzimmer durchfährt, während ihr in der Arbeit seid.
Oder die Waschmaschine, die man abends schon befüllt hat und programmiert, damit man morgens nicht noch einmal hingehen muss, um zu sie anzustellen (dies fällt übrigens unter das Thema “Mental Load“). Ihr könntet euch Getränke 2-wöchig liefern lassen (hier muss man dann lediglich einmal einen Dauerauftrag ausmachen), ihr könnt im Garten Systeme verlegen, damit die Blumen eigenständig gewässert werden … etc pp.

Eliminiert die Zeitfresser!

Ja, machmal braucht es einen kleinen Tritt in den Allerwertesten, um zu erkennen, was unsere tägliche Zeit konsumiert und es benötigt darüber hinaus noch einen Antrieb, um Änderung zu schaffen – aber es ist möglich!

Lauft mit offenen Augen durch euren Alltag und seid euch der Dinge bewusst, die ihr tut – und überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, aus ihnen Zeit zu quetschen. Weniger Zeit mit Dingen zu verbringen, die uns Zeit stehlen, heißt am Ende des Tages, dass wir mehr Zeit für Dinge übrig haben, die uns Freude bereiten; und sei es eine Runde Instagram Abends auf dem Sofa. Dafür aber ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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