Gesundheit Mindset

[BLOGPARADE] #OHNEHEBAMME

Aus meinem privaten Archiv / Blog möchte ich heute einen Artikel mit euch teilen, der mir vor zwei Jahren innerhalb von Minuten aus der Feder gesprungen ist.
Ich bin wahrlich eine toughe Frau und mir macht nicht so schnell Angst und Bang – aber damals ging mir der Popo auf Grundeis, weil ich keine Nachsorgehebamme fand.

Da hier auch einige werdende Eltern mitlesen, möchte ich diesen Artikel gerne auch hier zur Verfügung stellen und alle Eltern damit Mut zu sprechen.
Licht ist am Ende eines jeden Tunnels. Egal wie zappenduster es zu sein scheint.

Den zweiten Teil des Artikels gibt es dann am kommenden Mittwoch an dieser Stelle zu lesen.

Aus dem Archiv: [BLOGPARADE] #OHNEHEBAMME


Heute möchte ich mich der Blogparade der Perlenmama anschließen – Thema: Ohne Hebamme.
Alle Tipps, was ihr tun könnt, wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid, wie ich: schaut bitte ganz unten.
Danke liebe Perlenmama für diese interessante Thematik! Ich freue mich teilzunehmen.
Wer das “Original-Thema” gerne verfolgen möchte, oder den Text nachlesen möchte, folgt bitte hier her.

Ohne Hebamme

Ich möchte an das Thema #ohneHebamme etwas anders herangehen, als es eigentlich vorgesehen ist – zum Glück ist die liebe Perlenmama einverstanden. Denn geboren habe ich noch nicht und kann mich so in diese Situation nicht reinversetzen. 

Trotzdem besteht mir / uns eine Situation #ohneHebamme bevor.

Wir wohnen vor den Türen der großen Münchner Stadt und obwohl 30.000 Einwohner hier wohnen, gibt es hier nur 2 Hebammen.

Ich habe beide gesprochen und die erste direkt nach dem zweiten Gespräch abgelehnt. Die Dame ist etwas älter und war mir unglaublich unsympathisch. Am Telefon hat sie mir zwei Mal so desinteressiert und unfreundlich über den Mund gefahren, dass klar war: das wird nichts mit ihr und mir.

Ich telefonierte also der zweiten Hebamme hinterher, erwischte sie und dachte mir noch: so eine nette Dame! So freundlich!

Das blieb sie auch, sagte aber: ich bin selber schwanger und nehme keine Geburten mehr nach Mitte Mai an.

Rums. Das saß.

Was tun, wenn man niemanden findet?

Ich versuchte noch ein paar andere Möglichkeiten, um eine Hebamme zu “organisieren”, blieb aber erfolglos. Langsam musste ich mich also mit dem Gedanken anfreunden, dass ich ohne Hebamme auskommen werde müssen.

Motti wird unser erstes Baby sein, unsere Eltern sind 800km weit weg – und nun stehen wir vor der Herausforderung, dass wir keine Unterstützung haben werden.

Ganz ehrlich: es macht mir ein wenig Bammel.

Dr.Google befrage ich grundsätzlich nicht (da stirbt der Nachbar ja in der Regel direkt mit!) und ob ich wegen jedem “Kleinkram” zum Kinderarzt gehen werde .. wahrscheinlich werde ich das tun. Woher sonst eine kompetente Aussage bekommen?

Erschreckend an dieser Situation: Ist das die Zukunft Deutschlands? Das es keine Geburtshilfe mehr gibt? Man nur Geburtshilfe bekommt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man Glück hat?

Natürlich sind unsere Eltern und Freude am Telefon für uns da, wir haben einen regelrechten Babyboom im Freundeskreis und auf den Kopf gefallen sind wie beileibe auch nicht.

Aber manchmal wäre so ein Hebammenbesuch sicher etwas feines, etwas beruhigendes und schönes. Jemand, der hauptberuflich Fragen zu kleinen Menschen beantwortet, einem vielleicht noch einen kleinen Tipp gibt und aufbauende Worte für uns übrig hat, wenn wir mal nicht weiter wissen.

Nun. Meine Mutter würde sagen: es ist, wie es ist. Und wir werden das hinbekommen, da bin ich mir sehr sicher.
Im Grunde haben wir ja keine Wahl – wir müssen es alleine packen.

Und um mich selber zu motivieren: Wir WERDEN es schaffen.

Was tun, wenn auch du ohne Hebamme da stehst?

    • Gib nicht auf! Versuche dich auf eine Nachrückerliste setzen zu lassen. Vielleicht hat eine andere Frau die Hebamme gewechselt und du kannst nachrücken? Perfekt.
    • Versuche einen “Deal” mit einer Hebamme zu bekommen. Vielleicht kann sie keine Hausbesuche machen, steht aber zur Verfügung, wenn du Fragen hast? Das ist besser als gar nichts.
    • Sprich mit deinem Gynäkologen und auch mit deinem zukünftigen Kinderarzt darüber. Sie sollten deine Situation unbedingt kennen und haben so auch mehr Verständnis für dich und deine Fragen.
    • Deine Freundin hat zeitgleich ein Baby bekommen? Vielleicht stellt sie bei ihrer Hebamme ja ab und zu mal eine Frage für dich mit?
    • Frage in deinem Krankenhaus unbedingt – auch noch einmal nach einer Idee. Eine Freundin von mir hat “ihre” Hebamme erst getroffen, als sie im Begriff war das Krankenhaus mit ihrer neugeborenen Tochter zu verlassen.
  • Gib niemals auf. Vielleicht ist dir das Glück ja hold und du findest noch jemanden!

Was solltest du nicht tun?

  • Ich kann nur dringend empfehlen: Lass die Finger von Dr. Google. Panikmache ist da ganz weit oben angesiedelt. Ich schrieb oben nicht ohne Spaß: Der Nachbar stirbt gleich mit. Ruf lieber im Krankenhaus an, wenn du Samstagnachts nicht sicher bist, was zu tun ist.
  • Hab keine Angst. Sei stark und suche dir Hilfe eben auf anderen Wege. Du wirst es auch so schaffen – versprochen.

Hast du vielleicht auch nach deiner Geburt ohne Hebamme die erste Zeit mit Baby überstanden? Ich würde sehr über erbauende Geschichten freuen, wie ihr es geschafft habt!
Oder habt ihr andere Tipps?

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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