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Kind krank – was genau kann ich eigentlich tun?

Etwas, das jedem berufstätigen Eltern den Schweiß auf die Stirn treten lässt, ist eine Kinderkrankheit.

Nicht nur, dass man anfänglich noch jede Krankheit selber mitnimmt – jedes Mal ist man in der Zwickmühle Arbeitnehmer / Eltern sein.

Und gerade jetzt in der kalten Jahreszeit ist jede tropfende Nase wie ein Damoklesschwert, dass über einem baumelt.

Kind krank – was genau kann ich eigentlich tun?

Wenn man dann doch entscheiden muss, dass eine Krankmeldung wegen des Kindes her muss, gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Man kann sich nur mit seinem Kind krank schreiben lassen, wenn das Kind jünger als 12 Jahre ist. Bei älteren Kindern kann man keine Krankschreibung auf das Kind mehr nutzen.
  • Bei behinderten Kindern greift die Altersgrenze nicht.
  • Man kann sich ledichlich krankschreiben lassen, wenn keine anderen Person im Haushalt dazu in der Lage ist / dies übernehmen kann. Ist also eine weitere Person im Haushalt, die sich bspw. in Elternzeit befinden und gesund ist, kann man sich nicht als zweites Elternteil ebenso krank schreiben lassen.
  • Man benötigt ein Attest vom Kinderarzt, dass zur Vorlage beim Arbeitgeber und der Krankenkasse dient.
  • Die Lohnauszahlung erfolgt individuell und vom Arbeitgeber festgelegt. Wenn man finanziell eng plant, ist es wichtig sich vorab mit der Regelung auseinander zu setzen. Die Personalabteilung wird hier helfen können.
  • Achtung: sich selber auf das Kind krankzumelden ist ein Kündigungsgrund!

Wie viele Tage kann man sich denn jetzt krank melden?

Die Aufteilung ist hier relativ simpel:

  • Bei verheirateten Eltern hat jeder Arbeitnehmer 10 Kinder-Kranktage.
  • Bei mehr als 2 Kinder steigt die Anzahl auf 25 Tage.
  • Alleinerziehende haben Anspruch auf 20 Tage bei ein oder zwei Kindern.
  • Bei mehr als 2 Kindern hat ein Alleinerziehendes Elternteil Anspruch auf 50 Kinder-Kranktage.
  • Ist ein Kind unheilbar krank hat man Anspruch auf unbegrenzten, unbezahlten Urlaub.
  • Es ist theoretisch auch möglich sich die Kinderkranktage seines Partners überschreiben lassen.
    Hat ein Partner alle Tage aufgebracht, bedarf es einer Abstimmung der Krankenkassen und dem Arbeitgeber, ob es möglich ist die Tage des Partners zu übernehmen.

    Meiner Recherche nach ist dies kein Standard-Prozess und man kann sich nicht darauf “verlassen”, dass der Arbeitgeber zustimmt.
    Deswegen unbedingt rechtzeitig besprechen, damit man ggf für eine Alternative sorgen kann.

Sonderfall private Krankenversicherung

Alle Eltern, die in der privaten Krankenversicherung versichert sind, wissen Bescheid: als privat-versicherte Person hat man keinen Anspruch auf Kinder-Kranktage.

Tatsächlich gibt es aber eine “Lücke” im System, nach der man mit einer formalen Bestätigung vom Kinderarzt trotzdem bezahlt zuhause bleiben kann.
Allerdings gibt es hier einige Haken. Bitte lest die Details unbedingt in diesem Artikel nach, wenn ihr betroffen seid!

Einige Krankenkasse bieten eine entsprechende Zusatzversicherung an, andere Krankenkassen nicht.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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