Philosophie

10 Dinge, die ich als Nicht-Mutter nicht verstanden habe

Wahrscheinlich jeder kennt die Aussage: “solange du keiner Kinder hast, verstehst du das nicht”.

Noch heute finde ich diesen Satz grässlich – und leider ist er doch wahr. Es gibt einige Dinge, die man als Nicht-Eltern verstehen, aber nicht nachvollziehen kann.
Trotzdem würde ich diesen Satz niemals zu jemandem sagen, weil ich ihn als despektierlich empfinde.

10 Dinge, die ich als Nicht-Mutter nicht verstanden habe

Beginnen wir mit etwas, dass sich als kinderloser Mensch schon schrecklich angefühlt hat:

  • Müdigkeit.
    Kürzlich las’ ich das Zitat “Ich wäre gerne noch einmal so müde, wie ich mich damals fühlte, als ich dachte ich wäre müde”.
    Oh ja. Die Müdigkeit mit einem (oder mehreren) kleinen Mitbewohnern nimmt eine ganz neue Form an.
    Es ist unfassbar wie müde man sein kann.
  • Wenig Zeit
    Obwohl man, gerade als frisch gebackene Eltern, wenig schläft, hat man faszinierend wenig Zeit für sich.
    Wenn man mit steigendem Alter der Kinder auch wieder mehr Zeit für sich zurückgewinnt, fühlt sich jede Minute wie ein 6er im Lotto an – und man ist parallel so überfordert mit der freien Zeit, dass man nichts damit anfangen kann. Weil: Warum spielt das Kind auf einmal alleine?
  • Verschiebung der Vorlieben
    Ich fand als kinderlose Frau die Mütter immer lustig, die sagten, dass sie zur Erholung in die Arbeit kamen. Schließlich kam ich in die Arbeit, um zu arbeiten und erholte mich am Wochenende oder Abends auf dem Sofa.
    Kaum war das Kind da, verstand ich, wie anstrengend (Arbeits-) Feierabende und Wochenenden sein konnten und freute mich auf ein bisschen Musik hören und stilles arbeiten in der Firma.
  • Krankheit
    Gut, krank sein ist immer ein Krampf.
    Aber der Krampf steigt, wenn man einen / mehrere kleine Menschen zu betreuen hat, die gesund sind.
    Oder im viel schlimmeren Fall: auch krank.
  • Feierabend-Stress
    Ohne Kind bestand der Stress nach Feierabend darin pünktlich das Restaurant zu entern, das man mit Freunden besuchen wollte, oder bis zum Beginn der liebsten Serie die Hausarbeit beendet zu haben.
    Heute lässt man pünktlichst (!) den Stift fallen, um ja auch pünktlich das Kind / die Kinder abzuholen. Flexibilität gleich Null.
    Feierabend ist Feierabend.
  • Planung
    Früher war eine gute Planung … nun ja: gut. Heute ist eine gute Planung das Wichtigste, was man hat.
    Alle Rädchen greifen mit einer detaillierten Planung fein säuberlich ineinander und müssen funktionieren.
    Ein Ausfall bedeutet das Scheitern des Systems.
  • Liebe
    Die Liebe verändert sich mit der Geburt eines Kindes. Sie verändert sich zum Partner, zu den eigenen Eltern, den Schwiegereltern, zu sich selbst und es kommt hinzu: die großartige Liebe zum eigenen Kind. Das größte, was man je gefühlt hat.
  • Spaß
    Auf einmal machen Dinge Spaß, die vorher … nicht spaßig erschienen. Mit Lego spielen, Puppenmama sein, 100 Mal Kaffee in der Kaffeeküche kochen: irgendwas gefällt jedem Elternteil und man hat Spaß daran das Kinderspiel zu spielen.
    Der männliche Teil meiner Familie ist zum Beispiel sehr generös bei Besuchen von Indoorspielplätzen – das Kind hat natürlich auch keinen Schmerz da mitzukommen.
  • Dankbarkeit
    Ich persönlich bin ein sehr dankbarer Mensch – jetzt noch viel mehr als früher. Ich bin generell jeden Tag dankbar dafür, dass wir gesund sind, dass wir einander haben und Zeit miteinander verbringen dürfen. Wer weiß, wie lange wir dieses Glück haben?
  • Simplizität
    Wie wundervoll sind die einfachen Dinge im Leben? Wie schön ist es, wenn ein Tag ohne Stress und große Ereignisse friedlich endet? Wenn keine schlechten Schwingungen das Leben beeinflussen?
    Wenn ein Lächeln in der Familie so viel mehr Wert ist, als jedes Teil, dass man kaufen kann?
    Es sind die einfachen Dinge im Leben, die uns glücklich machen.

Viele Dinge machen so viel Freude

Das Leben ändert sich, wenn man Kinder bekommt – und zwar tief in einem drin. Dinge, die früher immens wichtig waren, haben nun keine große Relevanz mehr (oder sind temporär in den Hintergrund gerückt).

Was sind die Dinge, die sich bei dir verändert haben, seitdem du Elter ist?

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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