Mindset Selbstmanagement Vereinbarkeit Zeitmanagement

14 Argumente für Vereinbarkeit – und 10 dagegen.

Es gibt für alles Vor- und Nachteile – so gibt es sie auch für alle berufstätigen Eltern.

Heute habe ich einmal versucht Für und Wieder zu finden und für euch zusammenzutragen.
Was ist der Vorteil, wenn man arbeiten geht? Was der Nachteil?

Ich lege den Fokus hier ganz klar auf die Eltern – nicht auf das Kind. Natürlich hat auch das Kind Vor- und Nachteile von berufstätigen Eltern, aber die stehen hier heute nicht zur Debatte.

14 Argumente für Vereinbarkeit – und 10 dagegen.

Einige Punkte lest ihr bitte mit einem Augenzwinkern – danke.

Beginnen wir mit dem positiven Punkten, die wir berufstätigen Eltern erleben dürfen:

  • Berufstätige Eltern sind super Vorbilder.
  • Man entwickelt sich weiter und wächst an seinen Herausforderungen. Herausforderungen lassen uns wachsen und machen uns stärker.
  • Kinder lernen, wenn sie etwas größer sind, wie wichtig es ist zu arbeiten. Und sie sehen “von nichts kommt nichts”. Man muss im Leben arbeiten, um etwas zu erreichen.
  • Man kann sich externe Hilfe besorgen, um das Leben einfacher zu gestalten. Sei es in Form von einer Haushaltshilfe, dem Lebensmittellieferservice oder einem Babysitter.
  • Man verdient mit seiner Arbeit gutes Geld für die Familienkasse – das man dann gemeinsam für tolle Dinge (Urlaube, Freizeitparkbesuch etc) ausgeben kann.
  • Man ist nicht finanziell abhängig von einer anderen Person oder dem Staat.
  • Man kann sich in der Arbeit mit erwachsenen Menschen über erwachsene Dinge unterhalten. Gerade als Eltern von jungen Kindern ist das nicht zu unterschätzen. Ebenso das folgende:
  • Man kann alleine auf Toilette gehen, man kann in Ruhe einen warmen (!!) Kaffee trinken und ebenso sein Mittag essen, ohne das es kalt wird, weil man mehr mit einem Kinderlöffel auf einem anderen Teller rumtüddelt.
  • Die Zeit, die man mit seinen Kindern verbringen darf, ist intensiver.
  • Rentenzahlungen gehen voran. Ja, ein langweiliger Punkt, aber unglaublich wichtig. Wer arbeitet, zahlt in die Rentenkasse ein.
  • Es gibt Tage, da sitzt man Abends auf dem Sofa / liegt im Bett und denkt sich: Heute habe ich die Welt gerockt. Bäm!
  • Man zahlt in sein Humankapital ein. Wer lange aus dem Job heraus geht, investiert nicht in seine Weiterbildung – ein Nachteil auf vielen Ebenen.
  • Man lernt in der Betreuung des Kindes / der Kinder andere Eltern kennen, die den gleichen Struggle leben, wie man selbst.
  • Man wird für seine Kraft bewundert, die man aufbringt, um Familie und Karriere zu vereinen.

Und was sind die Tiefpunkte von berufstätigen Eltern? Was rockt so gar nicht?

  • Hat man geglaubt, dass man als Mama und Papa in Elternzeit müde ist – so erreicht man noch einmal ein ganz neues Level, wenn der Job dazu kommt. Zähne beim Kind + Vollzeitjob = Augenringe bis zum Boden. Farbton: Dunkelschwarz.
  • Man muss manchmal grässliche Entscheidungen treffen. Das Kind möchte unbedingt einen schönen Tag mit den Eltern verbringen, aber man hat keine Möglichkeit sich spontan frei zu nehmen – das Herz ist schwer. Den ganzen Tag.
  • Man lebt mit Dauer-schlechtem Gewissen. Das Kind ist krank? Man “muss” zuhause bleiben und hat das Gefühl die Kollegen hängen zu lassen.
    Anders rum hat man dann ein schlechtes Gewissen, wenn das Kind mit Tropfnase (ohne Fieber natürlich) in die Krippe gehen muss, weil man arbeiten gehen muss.
  • Man vermisst. Immer.
  • Manchmal sitzt man Abends auf dem Sofa und denkt sich: ich habe nichts geschafft, obwohl ich nonstop 12 Stunden auf den Beinen war.
  • Pausen sind etwas, dass man vor dem Zubettgehen der kleinsten Mitbewohner nicht mehr kennt.
  • Man geht Kompromisse ein, die sich falsch anfühlen – findet aber manchmal einfach keinen besseren Ausweg aus der ein oder anderen Situation.
  • Egal, ob man 10, 15, 25 oder 40 Stunden als Mutter arbeitet: man ist und bleibt eine Rabenmutter, die ihr Kind abgeschoben hat.
    (Väter sind hier in der Regel nicht betroffen und werden nur schräg angeschaut, wenn sie weniger als 40 Stunden arbeiten. Waschlappen oder Softie habe ich in dieser Richtung schon vernommen.)
  • Man hat viel zu viele Jobs gleichzeitig- und keinen kann man zu 100 Prozent ausfüllen.
  • Zeit ist das knappste Gut, dass wir besitzen. Schon vor der Zeit mit Kind – das verschärft sich mit Kind und Job noch einmal extrem

Was sind eure Pros & Cons?

Vereinbarkeit mit den Ups und Downs bedeutet im Grunde für jeden etwas anderes.
Was sind eure Gedanken hierzu? Was sind eure klaren Dafür-Punkte und was spricht auf jeden Fall gegen Vereinbarkeit?

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

2 Comments

Click here to post a comment

  • Das erste Mal richtig berufstätig war ich, als die Große 2 und die Kleine 6 Monate als war. Das war wirklich manchmal sehr hart; vor allem ohne Schlaf – Andererseits wird es echt besser 🙂 Inzwischen sind wir alle längst eingespielt, obwohl wir inzwischen beide Vollzeit arbeiten und die Schulzeit für unsere Große begonnen hat. Nur Zeit hätte ich tatsächlich gern einfach mehr 🙂

    • Schön, dass es sich so bei dir entwickelt hat. Das ist schön und sicher mit viel harter Arbeit verbunden gewesen. Finde ich ganz toll!
      Vielleicht findest du ja hier bei mir einige Ideen und Inspirationen, wie du dir ein wenig mehr Zeit verschaffen kannst.

Newsletter


Abonniere den Podcast!

Hier findest du uns!

Don't be shy!
Wir freuen uns mit dir in Kontakt zu treten!

FulltiME Community

Meine Empfehlung

Ein toller Kurs, der mir hilft, Instagram zu verstehen & optimal für das FulltiME Magazin zu nutzen. Ich bin begeistert 💙