Mindset Selbstmanagement

5 (+6) Tipps, wie du nach der Elternzeit mehr Gehalt bekommst

Viele Eltern kommen nach der Elternzeit in ihr Unternehmen zurück und fragen sich: kann ich denn nun auch nach mehr Gehalt fragen?
Und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Pauschal kann man diese Frage leider nicht beantworten, aber hier findest du heute ein paar Tipps, die dir die Entscheidung leichter machen werden, tatsächlich nach mehr Bezahlung zu fragen.

1 – Du hast das Anrecht auf einen gleichwertigen Posten nach deiner Elternzeit

Wenn du aus der Elternzeit zurückkommst, hast du das Anrecht auf einen Posten mit gleicher Aufgabenstellung wie vor der Elternzeit. Dir muss nicht der identische Job angeboten werden, aber einer, der deiner Aufgabenstellung entspricht.
Dein Gehalt bleibt erst einmal identisch (darf also nicht nach unten “korrigiert” werden).

2 – Wenn du das Gefühl hast, dass du mehr Geld verdient hast – frag danach!

Wer nicht fragt, bekommt automatisch ein NEIN.

Je nachdem wie lange du tatsächlich “weg” gewesen bist, ist es möglicherweise klüger ein wenig zu warten, bevor du nach neuem Gehalt fragst.
Das heißt aber nicht, dass du deinen Vorgesetzten nicht schon einmal darauf hinweisen kannst, dass du dir etwas vorstellen kannst. Mach ruhig früh genug klar, dass du findest, dass du mehr Geld verdient hast.

Du wirst nach deiner Leistung bezahlt – wenn du die Leistung ablieferst, kannst du natürlich auch nach einer Gehaltserhöhung fragen.

3 – Sei präsent!

Etwas, dass in der Regel Männer leichter fällt, als Frauen: Zeige deine Leistung. Du musst dein Licht nicht unter den Scheffel stellen – hau raus!
Wenn du ein Projekt erfolgreich gemanaged hast, dann darfst du das auch so sagen.

Vielen Frauen (und sicher auch Männern) fällt es schwer ihre Leistung gebührend darzustellen.

Falsch!

Wenn du etwas erreicht hast, dann kannst du dies auch genau so kommunizieren. Nur so weiß der Vorgesetzte auch, dass deine Leistung gut ist und du eine Gehaltserhöhung verdient hast.

4 – Sei vorbereitet

Seien wir ehrlich: selbst wenn die Mitarbeiter der Personalabteilung im Studium ihren Schwerpunkt auf “Human Ressources” gelegt haben, sind sie noch lange keine Profis im Verhandeln von Gehalt.
Sie haben zwar mehr Erfahrung, aber häufig bereiten sie sich auf Grund dieser Erfahrung auch nicht auf Gespräche vor.

Deshalb: Bereite dein Gespräch vor!
Überlege dir gewissenhaft, wie du deinen Wunsch nach mehr Gehalt / Lohn untermauern möchtest.
Bereite dich auf Gegenwind vor – den typischen Floskeln á la “Ich sehe Sie da noch nicht” kann man mit gut vorbereiteten Argumenten entgegen wirken.

Du kannst natürlich deine Notizen mit in das Gespräch nehmen, wenn du nicht alles im Kopf behalten kannst.
Denn Vorbereitung ist alles!

5 – Muss es immer mehr Geld sein?

In manchem Situationen wird man sich mit dem Arbeitgeber nicht einig. Wieso die Erhöhung abgelehnt wurde, lassen wir einmal dahin gestellt.

Oder aber du möchtest lieber eine steuerfreie Leistung bekommen? Hier sollte man genau schauen, ob es nicht vielleicht lohnenswerter ist, eine der u.g. Leistungen anzufragen – denn hier erhält man häufig etwas, dass man mit einer Gehaltserhöhung von bspw. 250€ brutto gar nicht stemmen könnte.

Mehr Gehalt ist nicht immer der beste Weg!

  • Krippen- / Kindergartenkostenübernahme.
    Der Arbeitgeber kann seit Anfang des Jahres steuerfrei Krippen- & Kindergartenkosten übernehmen.

Richtig viel Entlastung für Mitarbeiter gibt es, wenn der Arbeitgeber dieBetreuung von nicht schulpflichtigen Kindern unterstützt. Kriegt ein junger Vater beispielsweise 150 Euro als Krippenzuschuss, kann er diese Summe komplett einsetzen. Von 150 Euro mehr Gehalt bleiben ihm nach Steuern und Abgaben dagegen gerade mal 70 Euro übrig. Der Beitrag für den Kindergarten, Hort, die Krippe oder das Honorar für eine Tagesmutter können vom Chef bezuschusst oder komplett übernommen werden. Nach oben gibt es dabei übrigens keine Grenzen. Quelle: sueddeutsche.de

  • Urlaubstage sind auch eine Bezahlung, die ihr erfragen könnt. Nicht mehr Geld, aber drei Urlaubstage mehr? Fantastisch!
    Wir alle haben anfänglich doch Angst, dass die Kinder zu häufig krank werden und später vor 6 Wochen Sommerferien.
    Jeder Urlaubstag ist also mehr als herzlich Willkommen!
  • Fort- / Weiterbildungen sind eine fantastische Bezahlung.
    Mehr Geld ist immer schön, aber was dich wirklich weiter bringt, sind gute und wertvolle Schulungen.
    Denn wer mehr leisten kann, kann auch besser bezahlt werden. Investiere immer und regelmäßig in dein Human Kapital!
    Bei einem Jobwechsel kann so etwas bares Geld wert sein.
  • Essensgutscheine. Bis zu 93€ pro Monat kann eine Firma in Form von Essenschecks an den Mitarbeiter ausstellen.
    Diese müssen nicht im Restaurant eingelöst werden, sondern können auch in Supermärkten zur Zahlung verwendet werden.
    Um eine Gehaltserhöhung von knapp 100€ zu bekommen, muss man über 200€ brutto mehr erhalten – hier kommen 93€ glatt bei einem an.
  • Leasing von Eltronikgeräten. Dein Arbeitgeber kann für dich Elektronikgeräte leasen und dir zur Verfügung stellen. Hier muss es sich nicht zwingend um Handys handeln, es kann auch der Laptops, ein Computer oder Tablet sein.
  • Darüber hinaus kann man auch Dinge wie Dienstwagen, Tankgutscheine, Prepaid-Kreditkarten (können mit 44€ im Monat vom Arbeitgeber befüllt werden), Sportkurse uvm. erfragen.

Wenn du in ein Gehaltsverhandlungsgespräch gehst, mache einen Plan B. Man möchte dir partout nicht mehr Gehalt anbieten?
Dann gib deinem Arbeitgeber eine Alternative.

Überlege dir vorher gut, was eine sinnvolle Zusatzleistung für dich wäre und lege deinen Vorschlag mit Begründung dar.

Bist du bereit?

Bist du bereit für den Wiedereinstieg?
Natürlich gelten diese Gehaltsverhandlungstipps auch für die Zeit nach dem Wiedereinstieg aus der Elternzeit, klar.

Hauptsache ist immer: sei selbstbewusst und kenne deinen Marktwert. Sei charmant und freundlich. Denn auch das Auftreten trägt zum Erfolg bei solchen Verhandlungen bei.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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