Mindset Selbstmanagement Teilzeitfalle

Glaubenssätze: Wenn die Arbeit wertlos wird.

Kürzlich habe ich bereits einen Artikel darüber veröffentlicht, was Glaubenssätze sind und was sie mit uns machen – heute möchte ich gerne einem Glaubenssatz aufgreifen, der sehr häufig unterschwellig bei Eltern auftaucht.

Glaubenssätze: Wenn die Arbeit wertlos wird.

Sobald ein oder mehrere Kinder geboren sind, wechselt häufig ein Elternteil in Teilzeit, um dem Familienleben gerecht zu werden.

Frauen und Männer, die früher erfolgreich in ihrem Job waren, sind jetzt hin und hergerissen zwischen Job und Familie und versuchen alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen.

Wenn man früher noch mit 110% Gas im Job durchgestartet ist, hat man nun nur noch 100% Energie für den Job – in dem man auch “nur” noch Teilzeit arbeitet.
Und hier beginnt dann ein Glaubenssatz, der einem sehr häufig begegnet:

Glaubenssatz:

Wenn ich keine 40 Stunden arbeite, ist meine Arbeit auch nicht so viel wert, wie die von den Vollzeitkräften.

Man glaubt, wenn man nicht mehr so lange wie Vollzeitkräfte arbeitet, ist die Arbeit am Ende auch nicht so wertvoll – weil man in der Masse nicht so viel erledigt hat.
Das führt am Ende dazu, dass man z.B. nach keiner Gehaltserhöhung fragt, weil man glaubt, dass man ja nicht so viel geschafft hat, wie jemand, der die gleiche Stelle Vollzeit belegt.

Aber ist das auch wirklich so?
Ist es notwendig viel zu arbeiten, damit man mehr Geld bekommt?

Steht wirklich Quantität vor Qualität?

Dieser Glaubenssatz lässt sich im Grunde schnell und einfach aus den Angeln heben: solange man nicht für den Akkord bezahlt wird, wird man für eine festgelegte Leistung bezahlt.
Diese findet sich meist in einer sogenannten Aufgabenbeschreibung wieder und ist in dieser nicht an eine Arbeitszeit gebunden.

Es ist somit völlig gleichgültig, ob man 20, 25, 35 oder 42 Stunden in der Woche arbeitet – solange man seine Arbeit der Aufgabenbesprechung entsprechend erfüllt, ist nicht relevant, wie viele Stunden in der Woche man anwesend ist.

Lediglich die Masse der Aufgaben sollte sich von einer Vollzeitstelle unterscheiden.

Man sollte sich also immer seiner Aufgaben in der Arbeit gewahr sein – und sich, wenn man die Aufgaben übererfüllt – auch eine entsprechende Entlohnung dafür einfordern; so wie es Vollzeitkräfte ebenfalls tun würden.

Tipps, die euch helfen eure Ziele zu erreichen

Folgende Hilfestellungen helfen euch, diese Ziele zu erreichen:

  • Sprecht mit eurem Vorgesetzten: Was sind seine und eure Erwartungen an eure Arbeit? Wenn ihr in Teilzeit wieder aus der Elternzeit zurück kommt, solltet ihr für alle Seiten klar stellen, was von euch erwartet wird. Bereitet euch gewissenhaft auf dieses Gespräch vor!
    (Gerne kannst du dich für Tipps zur Verhandlung auch hier informieren!)
  • Haltet in diesem Gespräch genau fest, wie eure Erreichbarkeit aussieht. Spielt mit offenen Karten!
    Ihr traut euch zu, dass ihr trotz einer Teilzeitstelle auch nachmittags Telefonanfragen annehmt oder Emails beantwortet: sagt das. Ihr möchtet das nicht: kommuniziert das auch!
    Für große Projekte seid ihr bereit eurem Arbeitgeber entgegen zu kommen? Dann sagt das! Haltet fest, wie ihr euch den Ausgleich im Anschluss vorstellt.
    Nur weil ihr denkt, dass es möglich ist, weiß euer Vorgesetzter das noch lange nicht. Sprecht alles an! Lieber einmal zu viel über diese Thematik gesprochen, als zu wenig.
  • Vereinbart ein Review-Gespräch! Habt ihr zu viel oder zu wenig Arbeit?
    Wie kommt die Qualität der Arbeit bei den Kollegen / Chef an?
    Holt euch ein 360° Feedback ein! Sucht euch Kollegen, die ihr gut kennt und mit denen ihr viel zusammen arbeitet und auch Kollegen, die ihr nicht so gut kennt und bittet um die Bewertung eurer Arbeitskraft.
  • Ihr denkt, dass ihr eine Gehaltserhöhung verdient? Dann sprecht es auch an!
    Nur, weil ihr keine 40 Stunden arbeitet, heißt das nicht, dass ihr nicht trotzdem mehr Geld verdient habt.
    Zeigt ganz klar auf, welche Leistungen und Erfolge ihr für euren Arbeitgeber erbringt!
  • Ihr habt die Möglichkeit einen Entwicklungsplan zu erstellen, in dem euch stufenweise an messbare Ziele das Gehalt angepasst wird? Fragt danach und richtet diesen Plan gemeinsam mit eurem Vorgesetzten ein.
  • Holt euch Hilfe, wenn ihr das Gefühl habt, übergangen zu werden. Sprecht es offen an!
    Fragt, woran es liegt, dass ihr keine großen Projekte / Extraaufgaben o.ä. mehr bekommt.
    Ihr bekommt schwammige Aufgaben? Weist darauf hin, dass die Qualität eurer Arbeit nicht mit der Quantität zu tun hat.

Seid selbstbewusst!

Und das soll nicht heißen, dass man mit übertriebenen Forderungen in Gehaltsverhandlungen gehen soll.
Es geht lediglich darum die eigene Arbeit zu schätzen – zu schätzen, was man tut und leistet.
Man sollte reflektieren: hat man die Leistung erbracht, die es wert ist, mehr zu zahlen? Dann fordert das auch ein!


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About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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