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Kolumne: Wie geht das, Zeit mit dem Kind zu verbringen, wenn man Vollzeit arbeitet?

Hier und da erreichen mich ab und zu einige Fragen, die ich gerne in einer persönlichen Kolumne beantworten möchte.

Sind sonst die Artikel im Magazin recherchiert und belesen (mit ein bisschen Erfahrung gepaart ;)), so geht es hier nur um meine Gefühle und meine Erfahrungen.

Gerne könnt ihr eure Erfahrungen mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren teilen!

Kolumne: Wie geht das, Zeit mit dem Kind zu verbringen, wenn man Vollzeit arbeitet?

Meine Antwort hier ist relativ simpel: Qualität statt Quantität. Klingt nach Klischee? Ist es wahrscheinlich auch.
Aber tatsächlich hat es sich einfach so entwickelt und es ist gut für uns.

Hier bekommt ihr also meine Tipps, wie wir unsere Zeit gemeinsam nutzen.

  • Wichtigster Punkt: wir haben eine Routine. Jeder Abend läuft nach dem gleichen Schema F – klar, hier und da mal kleine Änderungen, aber am Ende ist es immer ähnlich.
    Kurz zusammen gefasst: nach Hause kommen, spielen, Essen, spielen, baden, noch etwas spielen, statt-Sandmännchen eine Folge Paw Patrol, vorlesen, Tag noch einmal besprechen – schlafen.
  • Auf der nach-Hause-Fahrt wird schon mal ein bisschen geplaudert. Oder wir schweigen alle still vor uns hin, weil wir alle einen anstrengenden Tag hatten.
    Ich liebe diese Zeit aber sehr. Wir sind unausweichlich zusammen und nutzen die Zeit meistens und reden.
  • Smartphone kommt weg!
    Sobald wir zuhause sind, geht das Telefon in die Ecke und kommt erst wieder raus, wenn das Kind schläft.
    Das Smartphone lenkt ab – und das möchte ich nicht. Nur das Kind und ich (und der Papa ;))
  • Wir finden etwas cooles zum spielen, das uns allen gefällt.
    Wenn wir wirklich eine gute Zeit gemeinsam haben wollen, müssen wir etwas finden, an dem wir alle Spaß haben.
    Es geht nicht darum, einfach daneben zu sitzen und in die Luft zu gucken; es wird miteinander gespielt.
  • Haushalt bleibt liegen. Derjenige, der nicht das Kind ins Bett bringt, macht 20 Minuten klar Schiff. In der Regel ist das für etwas mehr als die Basics ausreichend.
  • Gemeinsames Abendessen, bei dem wir noch einmal schön “schnacken”, wie unser Tag so war.
    Jeder darf erzählen, aber meistens schnackt die Kleinste 😅.
  • Natürlich gibt es Tage, an denen wir müde, ausgelaugt und einfach fertig sind. Aber es ist immer einer nicht so kaputt wie der andere – und dann muss man auch mal alleine durch den Abend.
  • Flexibel bleiben ist so und so das Wichtigste: Kind ist müde? Dann schauen wir Abends auch gemeinsam mal eine Folge mehr Paw Patrol als üblich und wir kuscheln ausgiebig. Wir lieben Paw Patrol alle drei 😂

A-typische Abende

Natürlich haben wir auch Abende, die anders sind, als das, was wir gemeinhin als normale Abende bezeichnen.

Mein Mann ist auf Geschäftsreise, ich bin unterwegs, wir haben Besuch.. es gibt viele Möglichkeiten, die unsere Routine ändern.

Allerdings gibt es einige Dinge, die wir egal-wie-und-wann beibehalten.

  • Wir haben für fast alle Eventualitäten eine Routine: Papa ist nicht da, Mama ist nicht da, wir haben Besuch oder wir sind später als gewöhnlich zuhause.
  • Wenn Papa nicht da ist, machen wir Mädels zum Beispiel immer etwas gemeinsames direkt nach Feierabend. Eis essen, Fische gucken, noch kurz auf den Spielplatz.. Da fällt uns immer etwas ein.
  • Wenn wir Besuch haben, überlassen wir gerne dem Besuch (der i.d.R. wegen unserer Lütten kommt 😅) die Spielzeit.
    Fällt mir zugegebenermaßen etwas schwer, aber man muss sich eben lernen zurückzuhalten 😉.
  • Ich versuche das Kind – so häufig es geht – früher als geplant abzuholen. Da wir drei aber gemeinschaftlich nach Hause fahren, machen wir Mädels dann noch etwas schönes. Unsere Lütte fährt zum Beispiel gerne Fahrstuhl bei einem naheliegenden Rewe. Fahren wir halt 10 Runden und kaufen uns dann bei unserer liebsten Bäckereifachverkäuferin eine Brezel. Das macht uns Freude.

Was bleibt?

Wir tun, was wir können und nutzen jede gemeinsame Minute als Familie, so gut es geht.
Am Wochenende natürlich auch, aber unter Woche läuft der Hase hier ein wenig anders, als er es vielleicht bei Familien tut, bei denen ein Elternteil Teilzeit arbeitet.

Ich möchte nicht sagen “wir reißen uns ein Bein aus”, weil das übertrieben ist, aber wir geben einfach alles. Alles, damit niemand von uns das Gefühl hat, das er zu kurz kommt.

Jeder darf seinen Bedürfnissen nachgehen und bekommt das, was er braucht.

Das gilt übrigens auch für uns Eltern! Es nutzt nichts, wenn man völlig erschlagen von dem Arbeitstag ist und sich dann schlecht gelaunt zum Kind setzt. Dann übernimmt eben der andere Elternteil für einen Abend.

Ich hoffe ihr habt etwas für euch mitnehmen können!

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About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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