Mindset Philosophie

Glaubenssätze – was sie sind und was sie tun

Immer wieder stoße ich, wenn ich mich mit Müttern unterhalte, auf verschiedene Glaubenssätze.
Ich möchte mich mit den nächsten Artikeln gerne verschiedenen Glaubenssätzen widmen.

Glaubenssätze – was sie sind und was sie tun

Doch bevor ich einen Blick auf den ersten Glaubenssatz werfe, möchte ich gerne erst einmal einen Blick auf Glaubenssätze an sich werfen.
Glaubenssätze begleiten uns jeden Tag unseres Lebens – sie sind eine Einstellung, eine Haltung oder eine Meinung.

Sie sind im Grunde die Identität deines Lebens und bestimmen, ob und wie erfolgreich wir sind.

Immer wieder tauchen Glaubenssätze in unserem Leben auf, die uns das Leben unnötig schwer machen – die uns hemmen und uns am Erfolg hindern.

Ein einfaches Beispiel: in der früheren Generation haben viele Eltern ihren Kindern den Satz “Geld alleine macht nicht glücklich” mit auf den Weg gegeben.
Der Satz implementiert den Glauben, dass Geld etwas “schlechtes” ist und nichts, wonach man streben sollte.

Auch ich habe diesen Satz von meiner Mutter gehört und habe ein wenig Zeit gebraucht, bis ich ihn für mich ablegen konnte.

Geld alleine macht vielleicht nicht glücklich – aber was alleine macht schon glücklich?

Bist du glücklich, wenn du eine Beziehung hast, aber sonst nichts?
Kein Geld, keine Familie, und keine Gesundheit?

Macht es dich glücklich, wenn du gesund bist, aber du hast kein Geld, um eine Wohnung zu mieten und alle Freunde haben dir den Rücken zugekehrt?

Natürlich nicht.

Korrekterweise könnte man sagen: Nichts alleine macht glücklich. Auch Geld nicht.
Aber das Geld alleine nicht glücklich macht, ist etwas, das schlicht und ergreifend nicht stimmt.

Diesen Glaubenssatz muss man aber natürlich erst erkennen und widerlegen – sonst bewegt er sich wie ein Hemmschuh weiter in unserem Leben.

Glaubenssätze hindern uns erfolgreich zu sein

Es gibt viele Glaubenssätze, die uns daran hindern, erfolgreich zu sein – einfach, weil sie etwas wie allgemeines Gedankengut sind.

Das ist so so und deswegen ist es richtig.

Folgend meine “Hitparade” der schlimmsten und limitierendsten Glaubenssätze:

  • Freu dich nicht zu früh!
    Natürlich, wir Menschen tendieren dazu uns zurückzuhalten und uns erst zu freuen, wenn Dinge in “trockenen” Tüchern sind. Aber was nehmen wir uns für Freude dadurch?
    Warum nicht einfach freuen, wenn es sich danach anfühlt? Warum immer ausbremsen?
    Raus mit den guten und schönen Gefühlen!
    Denn mal ehrlich: wenn etwas, über das wir uns freuen, doch noch schief geht, sind wir so und so traurig. Ob wir uns jetzt vorher gefreut haben, oder nicht.
    Und das einzige, was wir uns nehmen, ist Freude.
    Völlig idiotisch.
  • Es gehen immer drei Elektrogeräte auf einmal kaputt.
    Das ist überhaupt das lächerlichste, was es gibt. Natürlich ist das nicht so – obwohl wahrscheinlich jeder beschwören würde, dass genau das bei ihm immer so der Fall ist.
    Aber ist das wirklich so?
    Ich glaube nicht. Ausgemachter Blödsinn.
  • Das ist halt so. / Das kann ich nicht / Das ist nichts für mich
    NICHTS ist halt so. NICHTS.
    Wir können alles ändern. Nichts ist “so”.
    Es gibt nichts, was wir nicht können – ja, einige Dinge können wir vielleicht nicht sofort, weil wir sie üben müssen. Aber einige Dinge können wir vielleicht auch überraschend gut. Einfach probieren!
  • Ich habe doch keine Zeit.
    Diesen Glaubenssatz habe ich kürzlich schon in einem Podcast auseinander genommen. Und meine Nackenhaare stehen schon wieder. Himmel Herr Gott. Wir haben alle Zeit!
  • Ich kann mir keine Namen merken!
    Eine Aussage, die sicher viele für sich in Anspruch nehmen und die leicht daher gesagt ist.
    Und schon einmal darüber nachgedacht, wie einfach diese Ausrede ist und wie schnell man sie ändern könnte, wenn man wollte?

Immer heiter – und so weiter.

Glaubenssätze gibt es wie Sand am Meer.

Und leider sind sie manchmal auch so hinderlich wie der Versuch elanvoll und elegant am Strand einen Sprint hinzulegen.
Es gehört einiges an Übung und Muskelkraft dazu, wie ein Gazelle über den Strand zu laufen, während der leicht nasse Sand unter den Füßen hervor quillt.

Ähnlich ist es mit den Glaubenssätzen.
Man muss trainieren, um sie gehen zu lassen.
Hat man sie erkannt, kann man sich ihnen widmen, kann sie zerlegen, ihnen ihre falsche Aussagekraft nehmen und sich auf einen neuen Weg machen.

Glaubenssätze bei berufstätigen Eltern

Der erste Glaubenssatz, mit dem ich mich am Freitag beschäftigen möchte, dreht sich um den Wert der Arbeit – und wieso viele Frauen auf einmal denken, dass ihre Arbeit weniger Wert ist, nur weil sie Kinder haben.


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Folgende findet ihr den Link zu meiner Mini-Serie: Gesundheitswochen 2019.

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About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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