Mindset Schulkinder Stress

Einschulung Teil 5 – Schulstress: was man gegen ihn tut.

In meinem ersten Artikel zum Thema Schulstress ging es um das Thema “Schulstress – die Auslöser”; heute soll es weiterführend um das Thema “Schulstress: was man gegen ihn tut” gehen.

Einschulung Teil 5 – Schulstress: was man gegen ihn tut.

Zu Beginn ist es wichtig die Symptome von Schulstress zu erkennen; hier kann man zwischen zwei Arten unterscheiden: Körperliche Symptome, oder psychosomatische Symptome.

Körperliche Symptome
  • Schmerzen im Bauch oder Kopf – können aber auch überall anders auftreten.
  • Magen-Darm-Probleme
  • Schwindel
  • Herzrasen
  • Appetitlosigkeit
Psychosomatische Symptome
  • Rückzug aus dem Familienleben
  • Angst
  • Nervosität
  • Soziale Abschottung
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Schlafstörungen

Quelle: DAK Präventionsradar


Für alle, die sich gerne weiterführend mit dem Thema Schulstress und den Symptomen und deren Zusammenhängen beschäftigen wollen, empfehle ich das DAK Präventionsradar. In der Untersuchung werden einige Zusammenhänge gut beleuchtet und ausführlich betracht. Hier geht es zu der Studie.


Was aber tun, wenn solche Symptome zu erkennen sind?

Wichtig ist es in diesem Fall das Kind auf jeden Fall anzusprechen – denn alleine die Erkenntnis, dass das Kind nicht allein gelassen ist und alleine mit den Probleme kämpfen muss, ist viel Wert.
Die Kinder erfahren solchen Stress häufig das erste Mal im Leben und müssen natürlich auch erst lernen damit umzugehen.

Auch Mechanismen Stress zu handeln, ist etwas, das man lernen muss und für das einen Techniken an die Hand gegeben werden müssen.

Die wichtigste Technik hier ist: Du bist nicht allein.

Die Kinder sollten wissen, dass sie nicht alleine mit dem Stress sind – ansonsten findet sich auch bald die ganze Familie in einem Sog aus Problemen. Sprechen, sprechen, sprechen!

Wenn das Kind seinen Stress nicht lernt abzubauen, oder man ihm nicht aus der Situation hilft, entstehen schnell Strudel, in die alle Familienmitglieder gezogen werden.
Kind fühlt sich wiederholt schlecht – Mama oder Papa bleiben zuhause – fühlen sich nach wiederholten Fehltagen in der Arbeit schlecht, geraten in Stress, weil man sich um das Kind sorgt, um seinen Arbeitsplatz..

Es ist im Sinne aller, Kinder zu begleiten, wenn sie in stressige Situationen geraten.

Was hilft gegen Schulstress?

Egal, woher der Stress rührt – ob personenbezogen oder aus einem Gefühl des Leistungsdrucks heraus – ist es sinnvoll das Kind aus der Situation zu nehmen.

Der Fokus auf außerschulische Aktivitäten kann z.B. erhöht werden; Kinder sollten lernen Zeit zu verschwenden, mit schönen Dingen, die neben der Schule stattfinden.
Das Mindset sollte dahingehend gestärkt werden, dass Schule nicht alles im Leben ist – und das müssen nicht nur die Schüler, sondern auch die Erwachsenen im Umfeld der Schüler erkennen und verstehen.

Kinder sollten darüber hinaus auch bestärkt werden, ihren eigenen Gefühlen besser zu trauen.
Eigenverantwortliches Lernen und das Bestimmen von Freizeit sollte gefördert und unterstützt werden.
Denn nur so lernen die Kinder ihren inneren Alarmzeichen zu vertrauen.

Was können die Eltern “von außen” tun?

Eltern können darüber hinaus versuchen den Tagesablauf zu optimieren. Mehr Zeit, entspanntere Tagesabläufe, weniger Freizeitstress (nicht jeden Tag muss ein Kind einen Kurs belegen!) und gute Rituale.
Frühes und ruhiges zubettgehen gehören ebenso dazu, wie entspanntes Lesen und sich unterhalten anstelle eines abendlichen Filmes oder Computerspiels.

Und auch, wenn viele in unserer Generation (Generationen X & Y) es anders in der Jugend erfahren haben: Es ist nicht förderlich Kinder für schlechte Noten zu bestrafen. Es ist kein Weltuntergang, wenn man eine schlechte Note bekommt – solange man sein Bestes gegeben hat.
Sind die Noten dauerhaft schlecht, ist die Ursache idealerweise sowieso woanders zu suchen, als in der Intelligenz des Kindes.

Wichtiger Punkt ist und bleibt aber dieser: findet man alleine keinen Weg aus der Spirale, so ist es keine Schande, sich Hilfe von Außen zu suchen.

Man kann sich hier zum Beispiel an einen Pädagogen wenden (Klassenleher, Vertrauenslehrer o.ä.) oder einen Arzt (Kinderarzt / Kinderpsychologen). Umso eher man handelt, umso eher können Probleme gelöst werden. Bleibende Schädigungen können so vermieden werden.


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About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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