Mindset Selbstmanagement

“Nein” sagen Job – die 4 besten Strategien

Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich auf ein Zitat gestoßen, dass den Nagel mehr als auf den Kopf trifft:

“NEIN” ist ein kompletter Satz.
Er braucht weder Erklärung noch Rechtfertigung.

Keiner von uns hat seine Zeit gestohlen – weder privat, noch im Job. Während man “vor den Kindern” noch locker eine Überstunde einschieben konnte, sind “mit den Kindern” Zeiten unser persönlicher, kleiner Teufel.

Die Krippe / Kindergarten / Hort schließt um 17 Uhr.

Wie ein Damoklesschwert schwingt der Dolch über einem und hält die Mutter und den Vater auch im Job an effektiv und strukturiert zu arbeiten.

Überstunden sind ein Luxus geworden, den man sich nicht immer leisten kann.
Und so müssen viele Eltern auch – oder gerade! – im Job lernen “Nein” zu sagen.

“Nein” sagen im Job

Und eigentlich könnte dieser Artikel an dieser Stelle zu Ende sein – denn so einfach ist es doch.

Natürlich. Jeder mag diese Kollegen, die bei allem, um das man sie bittet, sagen: Aber natürlich, sehr gerne!

Manchmal aber sollten wir uns fragen, ob wir für manche Kollegen auch diese Art Kollege sind?
Bist du der Kollege, der immer wieder gefragt wird, ob er “helfen” kann? Wird deine Gutmütigkeit ausgenutzt?

Ganz frei kann sich sicher niemand davon machen, in einer Situation, in der es für einen selber äußerst unpassend war, ein Hilfegesuch von Kollegen nicht ausgeschlagen zu haben.

Dinge passieren.

Aber was ist, wenn du zu den Menschen gehörst, die nie sagen “Nein”?

1 – Nein sagen kann sogar förderlich sein!

Beginnen wir mit etwas, woran man häufig gar nicht denkt: Es kann sogar förderlich sein, wenn man im Beruf sagen kann: Nein, ich kann das nicht für dich erledigen.
Nein sagen wirkt durchaus auch souverän.

Kollegen, die länger als notwendig im Büro sitzen, wenn alle anderen schon im Feierabend weilen, sind schnell ausgemacht – und auch der Chef kennt sie.
Auch wenn der Chef vielleicht nicht weiß, dass alle lästige Arbeit bei diesem Kollegen abgeladen wird, so weiß er: dieser Kollege kommt mit seiner Arbeit in der vorhergesehenen Arbeitszeit nicht zurecht.

Was wirft das für einen Blickwinkel auf diese Person?

Wieso schafft diese Person die Arbeit nicht? Ist er nicht in der Lage die Arbeit abzuarbeiten (intellektuell)?
Ist diese Person nicht in der Lage die Arbeit richtig einzuteilen?

Überstunden zu schieben gehört zu den meisten Jobs dazu.
Häufig sind sie auch gerne gesehen und zeugen von Engagement.

Nehmen sie allerdings Überhand, während alle anderen ihren Job “in Time” erledigen, werfen sie ein schlechtes Bild auf den Arbeitnehmer.
Im Klartext: Nur, weil man Überstunden macht, heißt es nicht, dass man besonders engagiert ist. Es kann ebenso für den Chef bedeuten, dass man seiner Aufgabe nicht gewachsen ist und sie nicht wie gewünscht erledigen kann.

Man sollte also gut darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, “Ja” zu sagen, wenn der Kollege auf der Matte steht und eine Aufgaben loswerden will.

2 – Zu viele Baustellen = zu viele Fehler

Wer zu viele kleine Gefallen annimmt, hat viel Arbeit und neigt dann zu Flüchtigkeitsfehlern – weil man seine eigene Arbeit ja auch noch zu verrichten hat.

Wenn man auf einmal den Schreibtisch voll mit vielen verschiedenen Dingen hat, die man für die Kollegen A-B-C&D erledigen muss, wird es schwierig. Man beeilt sich, wird unkonzentriert und begeht Fehler.

Und wir alle wissen: zu viele Fehler sind nicht förderlich für die Karriere. Weil es aussieht, als hättest du deine Arbeit nicht unter Kontrolle.

Deswegen: für den Karriereweg ist es unerlässlich “Nein” sagen zu können.

3 – Nein, aber..

Nein sagen ist zwar erwünscht im Job und bringt einen weiter, aber an der einen oder anderen Stelle doch schwierig.

Während man einem Kollegen recht simpel und einfach “Nein” sagen kann, ohne dies zu begründen, so ist es doch ratsam dem Chef vielleicht im gleichen Atemzug einen Lösungsvorschlag anzubieten.

So zeigt man, dass man durchaus in der Lage ist abzuschätzen, dass die Arbeit in diesem Moment nicht von dir geleistet werden kann – Pluspunkt, weil du das richtig einschätzen kannst -, aber du bist engagiert und weitsichtig genug einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten (wieder ein Pluspunkt!).

4 – Delegieren & Lösungen aufzeigen

Auch wenn es theoretisch richtig ist, einfach “Nein, ich kann das nicht für dich tun” zu sagen, so bietet es sich im Berufsalltag doch an noch einen kleinen Schritt auf den Kollegen zuzugehen.

Verantwortet man Mitarbeiter, ist es zum Beispiel möglich die Aufgabe zu delegieren.
Eine weitere Möglichkeit ist es, den Spezialisten für die geforderte Tätigkeit zu finden – dieser kann im Zweifel schneller helfen und vielleicht gehört die Tätigkeit auch eigentlich in seinen Aufgabenbereich, ist aber auf Grund verschiedener Umstände bei dem fragenden Kollegen gelandet.

Aber … wie sagt man denn nun Nein?

Im Grunde ist Nein sagen simpel und einfach, denn wie schon oben zitiert: Nein ist ein kompletter Satz. Er braucht weder Erklärung noch Rechtfertigung.

Ein “Nein, ich kann dir leider nicht helfen” ist vollkommen ausreichend. Fertig. Aus. Punkt.
Keine Begründung, kein vielleicht, kein später. Nichts.
Kein Mal schauen.
Kollegen sind in diesem Moment wie Hunde, die Angst wittern. Einfach nur NEIN.
Man ist den Kollegen keinerlei Rechenschaft für einen Gefallen schuldig.

Wichtig ist es, dabei freundlich zu bleiben, aber bestimmt aufzutreten. Keinerlei Zweifel an dem Gesagten aufkommen lassen.

Wenn man sich nun noch die kurze Zeit nimmt und dem Chef / Kollegen unter die Arme greift, in dem man die Punkte 3 & 4 beachtet: dann ist alles in Butter.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

1 Comment

Click here to post a comment

Newsletter


Abonniere den Podcast!

Hier findest du uns!

Don't be shy!
Wir freuen uns mit dir in Kontakt zu treten!

FulltiME Community

Meine Empfehlung

Ein toller Kurs, der mir hilft, Instagram zu verstehen & optimal für das FulltiME Magazin zu nutzen. Ich bin begeistert 💙