Gesundheit Mindset

Freiheit als Mutter oder Vater – wie wichtig mentale Gesundheit ist

Etwas, das Eltern sich sukzessive Stück für Stück nach der Geburt ihrer Kinder zurück kämpfen, ist Freiheit für sich selbst.

Ist die Zeit am Anfang noch gar nicht richtig nötig oder gewünscht, kommt doch irgendwann der Punkt, an dem Körper und Geist schreien: Ich brauche ein bisschen Ruhe! Ich muss mal runterkommen!

Bedürfnisse erkennen

In jedem Alter verändert sich das Bedürfnis der Kinder zu ihren Eltern und schon in den jungen Jahren findet ein Abnabelungsprozess statt, den wir Eltern dann auch zulassen müssen – nicht nur um des Kindes Willen, sondern auch um unser Selbst willen.

Das müssen wir dann wieder lernen; Zeit für sich und für die Beziehung, denn das Kind geht zum Beispiel mit dem anderen Elternteil für einen Vormittag aus, oder es ist alt genug nun alleine Freunde zu besuchen, oder geht gar schon alleine in den Turnverein und ist einen ganzen Nachmittag selbstständig verschwunden.

Nun neigen wir dazu in solchen freien Zeiten nicht einfach die Füße auf den Tisch zu legen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen, sondern fangen an die Dinge zu erledigen, die wir vermeintlich während der Anwesenheit des Kinder / der Kinder nicht geschafft haben.

Wenn dann die Kinder-freie Zeit zu Ende ist, haben wir zwar eine Menge Dinge erledigt, aber erholt sind wir nicht – denn wir haben die sich uns bietende freie Zeit für diverse andere Dinge genutzt.

An dieser Stelle muss gesagt sein: STOPP!

So, wie wir lernen müssen unsere Kinder loszulassen, so müssen wir auch lernen unsere (vermeintliche) Verantwortung zu ignorieren.

Kein Kind ist glücklich, weil Mama am Nachmittag die Wohnung blitzeblank geputzt hat, am Abend dann aber so erledigt ist, dass sie entweder schlechte Laune hat, oder lieber zur Entspannung auf das Handy schaut.

Kinder sind glücklich, wenn Eltern zufrieden sind, glücklich und ausgeglichen.

Es muss nicht immer Perfekt sein!
Perfektion ist etwas, von dem man sich als Eltern sowieso verabschieden sollte. Denn manchmal reicht es auch einen akzeptablen Zustand herzustellen, wenn man sich auch noch Zeit für sich nehmen kann.

Unsere Kinder sind stetig im Umbruch und verändern unser Leben in einer Tour. Haben wir uns gerade an die eine Sache gewöhnt, ändert sich etwas anderes.
Dauerte der Mittagsschlaf eben noch wenigstens 90 Minuten, so haben sie beschlossen ihn morgen ganz abzuschaffen.
Waren die großen Kinder eben noch damit zufrieden, wenn sie mit Mama und Papa zusammen Nachmittags Zeit verbringen konnten, so ist es jetzt auf einmal das Schlimmste auf der Welt.

Diesen Veränderungen müssen wir uns stetig anpassen und müssen sie stetig auch für uns umsetzen. So sehr wir Kontinuität lieben, so viel Veränderung bringen Kinder jeden Tag mit sich, auf die wir reagieren müssen.

Für uns Erwachsenen ist es schwer Veränderung ad hoc umzusetzen, aber umso schneller wir das tun, umso leichter kommen wir auch wieder in einen Trott, der es uns ermöglicht “unsere Zeit” zu finden, die wir so dringend brauchen.

Me-Time müssen Eltern ausgiebig nutzen

Wenn wir diese Momente, in den wir für uns sein können, wieder für uns nutzen können, müssen wir sie ergreifen.
Wir dürfen nicht gefangen sein in einem Hamsterrad aus “Du muss noch” und “ich sollte unbedingt”.
Mentale Gesundheit ist unglaublich wichtig für alles, was um uns rum passiert. Nur wenn unser Geist auf Vordermann ist, können wir für unsere Familie da sein und ihnen eine Stütze sein.
(Hier schaut auch gerne einmal auf die Artikel zum Thema Resilienz Teil 1 und Teil 2!)

Aber was kann man denn als Me-Time machen?

Entgegen vieler Aussagen sind Dinge wie einkaufen, duschen oder die Wohnung putzen – nur weil man es alleine tut – keine Me-Time.
Beispiele für eine gute Me-Time sind:

  • Mit der Freundin einen Kaffee trinken / bummeln gehen
  • Eine Massage
  • Ein Buch im Park lesen
  • Eine Runde Sport machen

Me-Time zeichnet sich durch das aus, was der Name auch schon sagt: Zeit für sich selbst. Zeit, in der man Dinge tut, die einem selber gut tun und die einem Freude bereiten. Zeit ohne Mann, Kind und Kegel.
Zeit, in der man Kraft tanken kann.

Freiheit will genutzt sein

Letztendlich will gesagt sein, dass Loslassen der Kinder ein Prozess ist, der sich schleichend über die Jahre vollzieht, damit sowohl Eltern als auch Kinder ihn lernen und akzeptieren können.
Schwerer tun sich häufig die Eltern, bis sie erkennen, was sie dort zurück bekommen: Zeit für sich und für sich gemeinsam als Paar.
Der Weg dort hin ist schwer und vieles muss man erst wieder lernen; aber es lohnt sich dies zu tun.


Weiterführende Links

Gerne möchte ich euch auch nun wieder einige weiterführende Links ans Herz legen, wenn ihr das Thema eingehender betrachteten möchtet.

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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