Gastautor Mindset

Ode an… die Working Moms

Ich freue mich, dass ich euch heute einen Gastartikel der lieben Susanne zur Verfügung stellen darf. Susanne habe ich via Instagram (@coffee.mum) kennenlernen dürfen und war sehr froh, als sie sich bereit erklärt hat einen Artikel in meiner Reihe Ode an.. zu schreiben.


Hier findet ihr alle weitere Artikel aus der Reihe “Ode an …” ‣ alle Stay@Home Moms – ‣ … alle Mütter.


Das ist Susanne: meine Stay@Home Mom.

Susanne ist 32 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 3 kleinen Superhelden im Alter von 5 Jahren, 3 Jahren und 4 Monaten. Beruflich ist sie vor allem sportlich unterwegs, derzeit aber in Elternzeit. Gemeinsam mit ihrer Familie wohne ich im Münchner Outback.

Ode an die Working Moms.

„Boah, so ein Tag im Büro, das würde mir auch mal wieder guttun…“ sagte neulich die nette Mama vom kleinen Freund meines 5-Jährigen-Sohnes.
Wir waren gerade dabei den Kindergarten zu verlassen, als an uns eine weitere Mama im schicken Büro-Outfit vorübereilte und uns schnell zuwinkte.
Und wir zwei Mamas, standen da nun mit unseren zweiten bzw. dritten Kindern am Arm und schauten ihr hinterher… Ja, wir zwei Mamas, deren Weg nun an diesem Tag eben nicht ins Büro bzw. an den Arbeitsplatz gehen würde. Und auch nicht morgen oder übermorgen, sondern erst irgendwann in weiter Ferne. 

Und so führte mich mein Weg an diesem Morgen als nächstes in meine Mama-Kind-Sportgruppe, anschließend eine schnelle Runde durch den Supermarkt und dann zurück nach Hause. Dort warteten noch die Waschmaschine und der Staubsauer auf mich, sowie diese unsäglich nervige Frage „was koche ich eigentlich heute?“.

Man wird doch mal träumen dürfen..

Und genau in diesem Moment dachte ich wieder an die eine Mama von heute Morgen, die wohl sicherlich soeben ihr Mittagessen im Kreis ihrer Kollegen, in einer schicken Kantine zu sich nahm. Eventuell noch ein (ungestörter) Kaffee danach…?

Aber halt, da bin ich ja mal voll ins Klischeedenken gerutscht. Denn genauso wenig wie der Alltag einer stay-at-home-Mum lediglich aus Latte Macchiato und Shopping besteht, so ist dieser bei einer berufstätigen Mama der leichte Spaziergang zwischen Kaffeepause, Kollegenratsch und Kantinentreff.

Mein Weg.

Gerade ich sollte das wissen, denn erst jetzt, bei Kind 3 habe ich mich bewusst für das DAHEIM nach der Geburt entschieden. Bei Kind 1 und Kind 2 war ich bereits, den Großeltern sei Dank, nach einigen Monaten wieder stundenweise zurück im Job. Nach einem Jahr dann in Teilzeit, inklusive nebenberuflicher klitzekleiner Selbstständigkeit. Und auch wenn ich meinen Job sehr liebe, die Kollegen vermisse und den Austausch auf Augenhöhe, jetzt erstmal nicht. Mir war klar, nochmal kann ich diesen Spagat zwischen Mamaalltag, Haushalt und Beruf nicht schaffen. Nicht mit einem Vorschul-, einem Kindergartenkind und einem Baby. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden und ich will diese Zeit und meine Energie nun erstmal zu 100% dem gemeinsamen Alltag mit meiner Familie widmen. 

Working-Mums.

Ich habe großen Respekt und bewundere alle Mama’s, die sich tagtäglich den ungeahnten Widrigkeiten eines vollgepackten Arbeitslebens in Kombination mit einem bunten Familienleben, stellen bzw. stellen müssen. Und natürlich sieht es schick aus, wenn man morgens ganz busy in eleganter Kleidung, geschminkt und mit hübscher Frisur in die Arbeit fährt. Aber es ist kein bisschen easy ständig multitasking-like durch den Tag zu hechten, optimierte Tagesablaufe abarbeitend, um sowohl dem eigenen Anspruch als auch dem all anderer, wie Familie und Arbeitgeber, zu genügen. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Das klappt oft. Und je organisierte man/frau an die Sache herangeht, umso besser. Aber auch der beste Tages-/Wochenplan ist ein wackeliges Kartenhaus, das jederzeit in sich zusammenstürzen kann. Ich sage nur: Magen-Darm, Waschmaschine kaputt, Schneechaos… Und dann im Hinterkopf die Kollegen oder der Chef, die Abgabefrist in der Arbeit, diese Sache mit den Krankheitstagen – das alles erzeugt Stress und Druck und kostet unglaublich viel Energie.

Es ist tough, sich nach einem langen Arbeitstag nochmal aufzuraffen und mal schnell all das, was ich derzeit zwischen Frühstück und Abendessen mache, in die restlichen paar Stunden des Tages zu quetschen: Einkäufe, Haushalt, Hobbys und am allerwichtigsten Familie. Geduld für die berühmte Schnecke am Wegesrand zu haben, Zeit für das Vorlesen, das Kuchenbacken für den Kindergartengeburtstag und die Muße zur kuscheligen Einschlafbegleitung jeden Abend.

Meine Freiheiten als Stay@Home Mom

Auch wenn der Alltag mit Baby und Kleinkind auch oft nervenaufreibend und anstrengend sein kann – am Ende des Tages bestimme ich den Ablauf. Es ist komplett egal, ob ich unter meinem Wintermantel das vom Baby vollgespuckte Shirt anhabe, der messy-bun auf meinem Kopf zur Standard-Frisur geworden ist und schon wieder einer halbkrank daheim auf der Couch liegt. Natürlich fühle ich mich bedeutend besser, wenn ich frisch geduscht und ordentlich gekleidet unserem geregelten Tagesablauf nachgehen kann. Aber das Schöne ist: Alles kann, nichts muss.

Ich weiß, irgendwann werde ich auch wieder auf das Karussell der working mum aufspringen und mich dieser Herausforderung stellen. Wann genau, kann ich momentan noch nicht sagen. Bis dahin werde ich einfach weiterhin diesen toughen und schicken working-Mum’s vor unserem Kindergarten hinterherschauen und von einem ungestörten Kaffee träumen 😉


Hier findet ihr alle Artikel aus der Ode an… Serie. 

→ Ode an .. alle Mütter.
→ Ode an .. alle Stay@Home Moms

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