Mindset

Ode an alle Stay@Home Moms

Mütter sind spitze. Das habe ich euch ja kürzlich schon einmal erläutert. Das bleibt unbestritten – aber ab heute möchte ich euch ein paar Mal mitnehmen in ein Gedankenspiel, dass verschiedene Sichtweisen beleuchtet.

Ich freue mich, dass ich zu diesen Zweck bereits eine tolle Gastautorin gewinnen konnte, die nächste Woche Freitag einen Artikel beisteuern wird. Stay Tuned!


Ich bin eine Working Mom* und möchte euch heute einmal aufschreiben, was ich an Stay@Home Moms bewundernswert finde.

Ode an alle Stay@Home Moms

Ich bewundere jede Mutter, die ihr Kind zuhause betreut.

Denn ich bin froh, dass ich flüchten kann. Das ich für eine gewisse Zeit zurück kann, in mein altes Leben.
Und ja: ich freue mich fast täglich darauf.
Früher hieß es Erholung zuhause, heute heißt es: Erholung in der Arbeit. Wie sich die Zeiten ändern..

Und bevor jemand schreit: nein, ich würde mein altes Leben für nichts in der Welt wieder zurückhaben wollen. Niemals. Ich liebe es genau so, wie es ist.

Meine Gedanken

Die Kernfrage, die ich mir aber immer bei den Gedanken an Mamas stelle, die rund um die Uhr zuhause sind: Möchten Stay@Home Moms nicht mal ihre Ruhe? Einen Kaffee trinken, ohne aufzuspringen, oder nebenbei Duplosteine zusammen zu stecken?
Woher nehmen sie die Kraft, ein Kind (mehrere Kinder) 24/7 zu betreuen?

Wenn ich morgens mit meiner Tochter das Haus verlasse, freue ich mich auf ein paar Stunden Selbstbestimmtheit. Sätze zu Ende sprechen, niemanden zurechtweisen, keine Kinderlieder, oder das fünfzigste Mal das gleiche Buch vorlesen.
In Ruhe Kaffee trinken. Erwachsene Gespräche führen.

Und das Beste: Ganz in Ruhe alleine auf die Toilette gehen.
(Das ist wirklich das Beste!)

Eine Stay@Home Mom hat das nicht.

Und ich frage mich: wie macht sie das? Wo nimmt sie die Erholung her? Woher die Kraft? Wo und wann nimmt sie ihre Auszeit, in der sie einfach sie selbst ist? Gedanken ihren freien Lauf lässt?

Woher nehmen Stay@Home Moms ihre Kraft?

Wenn ich am Freitag meine Kleine aus der Krippe abhole, freue ich mich unglaublich auf das Wochenende. Wir haben viele Pläne, Ideen und gehen alle super motiviert in die freien Tage.

Wie ist das bei einer Stay@Home Mom?
Freut sie sich, dass der Mann am Wochenende endlich zuhause ist, um sie mit den Kindern zu entlasten?

Ich frage mich immer wieder: woher nehmen diese mega tollen Mütter die Kraft? Die Geduld? Die Ideen für neue Spiele? Die Motivation jeden Tag Mittag zu kochen?

Woher? Woher kommt das alles? Woher kommt die Motivation Regentage zu überstehen? Zum xten Mal auf den Spielplatz zu gehen und zum drölfzigsten Mal zu rutschen?

..und dann diese Erwartungen!

Wenn ich Familien sehe, deren Mütter (gerade) zuhause sind, frage ich mich auch immer wieder: wann putzt ihr denn dann auch noch? Kauft ein? Kümmert euch um die Wäsche?
Meistens wird erwartet, dass Mütter, die nicht arbeiten gehen, den Haushalt von oben bis unten schmeißen, denn schließlich sind sie “ja nur zuhause und betreuen das Kind / die Kinder”.

Wann machen diese Superwomen das noch?
Wann haben sie die Zeit und Kraft, all diese Dinge auch noch zu erledigen? Wie riesig muss der Mental Load einer Stay@Home Mom sein? Wahnsinn.

Wenn ich Abends nicht mehr staubsaugen will, kann es gerne mein Mann machen. Häufig ist er allerdings genau so kaputt wie ich und wir lassen den Staub da, wo er ist. Muss eben bis zum Wochenende warten.
“Darf” eine Stay@Home Mom das?

Es gibt dieses schöne Meme, in dem es heißt: “Ja, mein Schatz, es sieht hier aus, wie heute morgen. Und ich habe den ganzen Tag gebraucht, um diesen Status zu halten!”
Wir alle, jede Mama und jeder Papa weiß: ja, den unordentlichen Status den Hauses für acht Stunden zu halten ist harte Arbeit.
Und von Mamas, die nicht arbeiten gehen, wird auch noch erwartet, dass sie Abends den Wohnraum picobello hergerichtet haben, wenn der Lebenspartner nach Hause kommt.

Ich staune.

Ganz ehrlich: ich staune. Ich bewundere. Und ich ziehe meinen Hut.
Ich ziehe meinen Hut vor der Kraft, der Aufopferung und dem Zurückstellen der eigenen Person.

Ich ziehe meinen Hut vor dem Willen, jeden Tag all diese Dinge zu tun, vor der wir Working Moms gewissermaßen fliehen.

Liebe Mamas da draußen,

die ihr euch täglich den Ar*** für euer Kinder und den Rest der Familie aufreißt: ihr seid Bombe. Vergesst das nie! 🖤


Hier findet ihr alle Artikel aus der Ode an… Serie.

→ Ode an .. alle Mütter
→ Ode an .. Working Moms


*Alle Mütter sind übrigens “Working Moms”. Manche gehen dafür nur außer Haus in eine Firma, andere schmeißen den Haushalt. Falls jemand eine bessere Bezeichnung findet: Bitte gerne an Redaktion@fulltime-magazin.de

About the author

Claudia

Claudia

Gründerin & Chefredakteurin von FulltiME.
Vollzeitbeschäftigte Ehefrau und Mama einer Tochter.
"You are not too busy. It's just a matter of priorities".
Claudia möchte mit dem Magazin gerne zeigen, wie man Beruf, Familie und eigene Bedürfnisse unter einen Hut bekommt.

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